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Über die Demonstration zum 8. März hinaus, findet im Bündnis Frauen*kampftag im Rahmen von Projektgruppen inhaltlicher Austausch und Auseinandersetzung zu verschiedenen feministischen Themengebieten statt.

Es arbeiten Projektgruppen zu den Themen Sexuelle Selbstbestimmung, Antisexismus, Alle Arbeit für ein gutes Leben, Internationale Frauen*bewegung, Feministische Widersprüche und Bildung und Wissenschaft.

Ergebnisse der Arbeit, sowie Links zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themengebieten der Projekt, werden hier gesammelt.

Bündnis Frauen*kampftag – Ein pluralistisch feministisches Projekt
Bündnisrede auf der Frauen*kampftagsdemo 2016

„Was bedeutet es sich als PLURALES Feministisches Bündnis zu bezeichnen? Diese Bezeichnung resultiert auch daraus, dass die meisten von uns nicht mehr nur von DEM Feminismus reden sondern von den Feminismen oder feministischen Strömungen. In unserem Bündnis bedeutet das pluralistische, dass wir bestimmte Rahmungen haben: Gegen Sexismus, Faschismus, Patriarchat und viele von uns sind mindestens kapitalismuskritisch. Das bedeutet aber eben auch, dass es da noch sehr viel Platz für Unterschiede gibt. Auch wenn jedes Thema natürlich auch ein feministisches Thema ist, so gibt es doch bestimmte Themen, die nicht nur analysiert, kritisiert und diskutiert werden, sondern die auch wieder in Feminismen zurück wirken, sie prägen und leider viel zu oft spalten. Von uns wurde in letzten Jahren immer wieder Stellungnahmen und eindeutige Positionierungen zu einigen dieser Themen gefordert und – klar, wir könnten uns zu jedem dieser Themen mit Mehrheitsbeschluss positionieren und im Prozess die Bündnispartner_innen, die bei der ein oder anderen Frage vielleicht abweichende Meinungen haben, riskieren. Das wäre vielleicht demokratisch, das wäre aber sicher noch nicht feministisch. Der Grund, warum wir auf ein feministisches, pluralistisches Bündnis setzen und warum wir damit auch interne Auseinandersetzungen und mehr Anstrengungen auf uns nehmen, ist nicht weil wir Themen ausweichen wollen, sondern weil uns gerade diese Themen so wichtig sind. Weil keine Anstrengung zu groß und keine Auseinandersetzung vergebens ist, wenn es bedeutet, dass wir es unter Menschen halten, die sich für ein selbstbestimmtes Leben und gegen diskriminierende Strukturen einsetzen. Ja, wir haben Differenzen, weil wir alle unterschiedliche Menschen sind. Unser Anliegen als Bündnis ist es nicht, diese Differenzen klein zu reden, sondern sie mit Respekt und wohlwollend zu benennen. Ob der anstrengende und manchmal nervenaufreibende Prozess, des anschließenden miteinander und umeinander Ringens, Diskutieren und Verhandelns erfolgreich wird, können wir jetzt noch nicht sagen, aber wenn wir uns bei jeder Meinungsverschiedenheit trennen, werden wir es auch nie herausfinden. Wir werden also weiter versuchen miteinander zu diskutieren, wo es Bedarf gibt und gemeinsam zu kämpfen, wo es nötig ist. Eines der Themen, zu denen es unterschiedliche Positionen im Frauen*kampftags Bündnis gibt, ist Sexarbeit. Ihr werdet gleich zwei der am weitesten auseinanderliegenden Positionen hören und ich bin beiden Vertreterinnen sehr dankbar, dass sie trotz der Differenzen Teil unseres Bündnisses sind. Ich bin ihnen dankbar, weil ich weiß, dass es sehr emotional belastend ist, diese Debatte zu führen. Weil ich mitkriege, wie schwer es ist, bei so unterschiedlichen Zwischenzielen noch an eine gemeinsame Richtung zu glauben, aber ich ich bin mir sicher, dass wir den Kampf für sexuelle Selbstbestimmung aller Menschen teilen. Ich bin ihnen auch dankbar, weil ich weiß, dass, wenn wir es nicht schaffen Streitthemen und Widersprüche untereinander feministisch zu diskutieren, geben wir es für die frei, die nicht mit uns sondern gegen uns kämpfen wollen. Dann wird jede Gesetzesänderung und jede gesellschaftliche Haltung von denen bestimmt, die gerade die größte Macht haben. Das kann nicht in unserem Sinne sein, das kann nicht feministisch sein. Ich bitte euch darum, den nun folgenden Rednerinnen zuzuhören und auch wenn dass was sie sagen vielleicht nicht eurer Meinung entspricht, sie nicht zu unterbrechen. Die Diskussion ist hiermit noch nicht beendet, sondern sie fängt gerade erst an!

Alle Arbeit für ein gutes Leben

Gisela Notz: „Zum Begriff der Arbeit aus feministischer Perspektive“

Christiane Reymann: „Gute Arbeit – gutes Leben? Wie soll das gehen?“

Bärbel Lange: „Gute Arbeit für ein gutes Leben aus feministischer Perspektive“

 

Sexuelle Selbstbestimmung

Die Projektgruppe ist mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, das Gegenaktionen zum „Marsch für das Leben“ organisiert, vernetzt. Der „Marsch für das Leben“ ist ein jährlich bundesweit in Berlin, sowie regional stattfindender Aufmarsch selbsternannter Lebensschützer, die Frauen*, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch absprechen.

Am 7.3. findet von 14-19 Uhr in der Vierten Welt ein bundesweites Vernetzungstreffen unter dem Titel „Mein Körper – Meine Entscheidung“ statt.

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